Headache Festival Schneeberg
Bericht aus der "Freien Presse" (Ausgabe Aue) vom 14.03.2000

Mit dem Kopf getanzt
Headache Festival bietet hörenswerte Metalbands
Syngrasia SCHNEEBERG (ane). Schon am Einlass schallten den Besuchern des ersten Headache Festivals in der "Goldnen Sonne" harte Deathmetal-Klänge in die Ohren. Am Sonnabend konnte sich keiner der Gäste im Schneeberger Kulturzentrum den wilden Gitarrenriffs und rasanten Schlagzeug-Rhythmen der vier Bands entziehen.
Langhaarige Schöpfe kreisten wild umher, der Schweiß tropfte den Metallern ins Gesicht. Und das bis in die frühen Sonntagmorgenstunden. Denn die Black- Deathmetalgruppen heizten Ihrem Publikum so richtig ein. Mit düsteren Mienen griffen die Männer in die Saiten. Doch fürchten musste sich keiner, denn nur so konnten die eingefleischten Metaller ihre Fans zu einem "Tänzchen" locken. Und die ließen sich nicht lange bitten. Doch als Eminenz die Bühne stürmte, konnte einem schon etwas mulmig werden. Denn allen fünf Musikern hing eine lange Mähne ins Gesicht, die der Frontsänger nur beiseite strich, um mit großen rollenden Augen das Publikum zu mustern. Einige ließen sich gar nicht stören, sondern die Köpfe weiter wirbeln. Wem das Zuhören genügte, saß bequem auf dem Boden oder wippte mit nickendem Haupt im Schlagzeugtakt mit. Und wenn manche der vorwiegend dunkel gekleideten Jugendlichen auch noch so düster umher blickten, wirkten doch alle recht zufrieden mit dem, was Syngrasia, Lyssa und Purgatory an Deathmetal boten. Die tiefen röhrenden Stimmen und die schnelle, aber trotzdem melodische Musik kamen bei den friedlichen Gästen gut an.
Die Favoriten des Abends blieben Eminenz aus Annaberg-Buchholz. Keyboardklänge untermalten ihren krachenden Blackmetal, der mit der verrauchten Stimme des Sängers die Zuhörer noch einmal aufs Parkett lockte. Auch wenn die Veranstaltung ein paar Gäste mehr vertragen hätte, war es eine gelungene "Headache-Premiere".