8. Deutscher Bergmannstag 1996 Schneeberg
Bericht aus dem "Wochenspiegel für das Erzgebirge" vom 24.07.96

Mit viel Liebe dabei
Glanzvolles Fest der Bergleute fand ungeteiltes Lob
Foto aus "Wochenspiegel für das Erzgebirge" 24.07.1996

Bild Schneeberg (HJS). Das große Fest eines stolzen und traditionsreichen Berufsstandes, der 8. Deutsche Bergmannstag, ist beendet; der letzte Bergparademarsch verklungen. Was den Bergmanns- und Knappenvereinen, den Vertretern der einzelnen Landesverbände und Tausenden von Besuchern in Erinnerung bleiben wird, ist die Gastfreundschaft einer Stadt, einer gesamten Region. In monatelanger organisatorischer Kleinarbeit wurde etwas auf die Beine gestellt, was Dimensionen bisheriger Standestreffen bei weitem übertraf.
Das Fest war, so die übereinstimmende Meinung vieler prominenter Ehrengäste, ein Fest der Superlative. Ob Ministerpräsident Prof. Kurt Biedenkopf oder Bundestagspräsident Roman Herzog, Wirtschaftsminister Kajo Schommer oder Landtagspräsident Erich Iltgen, der 1. Vorsitzende des Bundes Deutscher Bergmanns-, Hütten- und Knappschaftsvereine, Herbert Stabenow, oder Landrat Karl Matko; sie hoben vor allem zwei Gedanken hervor: Schneeberg zeigt, wie der Tourismus in einer strukturschwachen Region entwickelt und wie erlebbares Brauchtum, bergmännisches Standesbewußtsein und das Gefühl der Zusammengehörigkeit auch für heutige Zeiten bewahrt werden können. In der Erinnerung aller Teilnehmer aus nah und fern, aus allen deutschen Landen und dem Ansland werden sich unauslöschbare Bilder eingepägt haben.
Etwa die Große Bergparade am 22. Juli, dem Tag der 500. Wiederkehr des Bergstreittages, mit über 4.100 Teilnehmern. Von einer Parade mit 140 Vereinen aus neun Landesverbänden, 630 Musikern von 18 Bergkapellen konnte selbst Kurfürst Fiedrich August II. nur träumen.
Oder der "Große sächsische bergmännische Zapfenstreich" auf dem Schneeberger Marktplatz.
Eindrücke, die sich tief in die Herzen eingraben. Beeindruckend die Aufführungen des Horlemannspiels und die Ökumenische Bergandacht im Bergmannsdom St. Wolfgang, der nun nach langen Restaurierungsjahren wieder stolz auf seinen wertvollen Lucas-Cranach-Altar sein darf. Der 8. Deutsche Bergmannstag war eine großartige Werbung für die Erzgebirger. Ihre Art zu feiern, wurde u.a. beim großen Unterhaltungsprogramm mit Bergmannsorchestern, Chören und Gruppen deutlich. Im riesigen Festzelt schunkelten und tanzten über 3000 Gäste beim "Vugelbeerbaam" oder "In dr Hammerschenk".
Beeindruckend die Sangesfreude beim Haidensingen in Neustädtel.
Allen genannten und ungenannten Organisatoren, Akteuren, Vereinen, Arbeitsgruppen, den vielen Helfern hinter den Kulissen ein Dankeschön und ein herzliches Glück auf.

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